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sprangen, wurden sie von innen mit Gewehrkolben und Handgranaten zurückgeschlagen. Die Deutschen ließen sichs aber nicht lange gefallen. Die Rumänen sollten für ihre Hartnäckigkeit schwer büßen. Als es den Deutschen gelang, in den Mauerzaun eine Bresche zu schlagen, sprangen die Bayern auch schon in den Hof hinein. Dann wurden die Rumänen vom Hofe aus, aber auch von der Gasse her aus den Kellern der Bierbrauerei geschlagen. Die rumänischen Leichen und Verwundeten bedeckten den Hof und die Straßen ringsum der Bierbrauerei, nur wenigen gelang es, über die Cserna zu flüchten. Der Wiederstand der Rumänen war gebrochen und Montag früh 8 Uhr konnte Leutnant Brunnträger seinem Kommandeurs die frohe Nachricht melden: Orsova ist vom Feinde gesäubert. -- Wir gehen nach anderen Richtungen. Leutnant Brunnträger und ein ungarischer Leutnant namens Bonyhay führen mich in den Schützengraben. Hier ist es doch nicht so unheimlich, wie dort draußen an der Straßenecke, wo einem der am Allion liegende rumänische Artillerist in den Magen hinein zu sehen vermag. Von hier aus überblicke ich die vor mir befindliche feindliche Front. Die Csernabrücke liegt in Rumänien. Der Allion ist stark befestigt. Von dem Rauchqualm aus der Richtung der Orsovaer Petroleumraffinerie ist nichts mehr zu sehen. Die Raffinerie wurde gestern, Montag, kutz nach Mittag in Brand geschossen. Wie es scheint, ist ein Gebäude der Fabrik vollständig abgebrannt. Leutnant Bonyhay schreibt mir zum Andenken des Zusammentreffens im Schützengraben einige Worte in mein Kriegstagebuch. Dann empfehlen wir uns. Ich sehe mir nochmals den jungen schwarzen Leutnant Brunnträger mit seinen klugen Augen an. An seiner Brust prangten die Bänder des Eisernen Kreuzes 2. Kl., der Hessischen Tapferkeitsmedaille, des Oesterreichischen Militärverdienstkreuzes 3. Kl. Mit der Kriegsdekoration und des Bayer. Militärverdienstordens 4. Kl. An der linken Brustseite bemerkte ich erst jetzt das Eiserne Kreuz 1. Klasse. „Das haben Sie gestern noch nicht gehabt“, sagte ich. Die Wangen des wackeren Helden färbten sich rot und er spricht ganz verlegen: „Nein. Ich habe es erst heute früh bekommen. Der Höchstkommandierende hat mich und noch fünf Mann meiner Kompanie heute früh ausgezeichnet.“ Er war glücklich, dass ich es bemerkte, ich war stolz, daß ich ihm die Hand drücken durfte. Dem Helden von Orsova, dem schönen, kleinen deutschen Leutnant aus Klein-Steinheim bei Hanau. Viktor Orich
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