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Oscar Rousselle, Sohn des Klein-Steinheimer Steinbruchbesitzers Wilhelm Rousselle, war im Ersten Weltkrieg erst Angehöriger des in Hanau stationierten Ulanen-Regimentes Nr. 6. Auf eigenem Wunsch wurde er zum Geschwader Richthofen versetzt, welches er wenige Jahre später mit Orden hochdekoriert wieder verließ. Die Flugmaschine, die der begeisterte Jagdflieger steuerte, war vermutlich eine Fokker E III oder eine D III. 1922 wanderte der Flieger-Offizier nach Angola aus. In der Nähe von Calulo kaufte der studierte Landwirt ein ausgedehntes Stück Wald und beschäftigte sich fortan mit dem harten Tagewerk eines Kaffeeplantagenbesitzers. Den persönlich vom späteren Reichsmarschall Herrmann Göring unternommenen Rückkehrbemühungen erteilte Oscar Rousselle aus Sorge um das Leben seiner Ehefrau, die jüdischer Abstammung war, eine entschiedene Absage. Die zu Anfang der sechziger Jahre begonnenen Aufstände in einigen Ländern Afrikas, führte auch in Angola zu innenpolitischen Wirren. Nach Fortschreiten der Unruhen begab sich Oscar Rousselle nach Lissabon, wo er im Alter von 83 Jahren starb."
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