Oskar Rousselle ein Steinheimer Flieger

Oskar Rousselle *28.1.1893 Klein-Steinheim
                          +31.1.1976 Lissabon

04.08.1914

Ul. Reg. Nr. 6

18.06.1915

Feldfl. Abt. 27

23.07.1915

Fl.Ers.Abt. 4

01.11.1915

Armee-Flugpark 2

10.01.1916

Feldfl.Abt. 32

31.01.1916

Feldfl.Abt. 23

17.05.1916

Feldfl.Abt. 5

18.09.1916

Ers.Esk.Ul.Reg. Nr. 6

05.01.1917

3./Fußart.Bat. 157

20.04.1917

Armee-Flugpark 3

13.06.1917

Armee-Flugpark 4

07.07.1917

Jagdstaffel 4

10.08.1917

verwundet

11.11.1917

Jagdgeschw. 1

16.11.1918

Fl.Ers.Abt. 9

18.11.1918

in Offenbach entl.

Oscar Rousselle, Sohn des Klein-Steinheimer Steinbruchbesitzers Wilhelm Rousselle, war im Ersten Weltkrieg erst Angehöriger des in Hanau stationierten Ulanen-Regimentes Nr. 6. Auf eigenem Wunsch wurde er zum Geschwader  Richthofen versetzt, welches er wenige Jahre später mit Orden hochdekoriert  wieder verließ. Die Flugmaschine, die der begeisterte Jagdflieger steuerte, war vermutlich eine Fokker E III oder eine D III.
1922 wanderte der Flieger-Offizier nach Angola  aus. In der Nähe von Calulo kaufte der studierte Landwirt ein ausgedehntes Stück  Wald und beschäftigte sich fortan mit dem harten Tagewerk eines  Kaffeeplantagenbesitzers. Den persönlich vom späteren Reichsmarschall Herrmann Göring unternommenen Rückkehrbemühungen erteilte Oscar Rousselle aus Sorge um  das Leben seiner Ehefrau, die jüdischer Abstammung war, eine entschiedene  Absage.
Die zu Anfang der sechziger Jahre begonnenen  Aufstände in einigen Ländern Afrikas, führte auch in Angola zu innenpolitischen  Wirren. Nach Fortschreiten der Unruhen begab sich Oscar Rousselle nach Lissabon,  wo er im Alter von 83 Jahren starb.
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Auszeichnungen

Quelle: Steinheimer Anzeiger 01.06.1918

Weitere Auszeichnungen: HTM, schVerwAbz,
FlFabz. - Verwundet am 10.08.1917
 im Luftkampf bei Ypern (Granatspl. l. Auge).

Fokker E III

Höchstgeschwindigkeit: 85 Meilen pro Stunde, 140 km/h, 100 PS Oberursel U. I Neunzylinder                                            Umlaufmotor
Steiggeschwindigkeit:   28 min auf 9.840 fuss (3.280 m)
Dienstgipfelhöhe:           11.500 fuss (3.505 m)
Spannweite:                   9,50 m
Länge:                            7,20 m
Gewicht:                        Bewaffnet 862 kg
Bewaffnung:                   1 nach vorn gerichtetes Spandau 7,92 cm-MG
Einsatzdauer:                 2 Std. und 45 Min.

Fokker D III

Höchstgeschwindigkeit: D.III: 160 km/h, 160 PS Oberursel U.III 14 - Zylinder Umlaufmotor
Steiggeschwindigkeit:   auf 4.000 m in 20 Min.
Dienstgipfelhöhe:          4.700 m
Spannweite:                  9,05 m
Länge:                           6,30 m
Gewicht:                       Leergewicht 452 kg, max. 710 kg
Bewaffnung:                   ein od. zwei starre vorwärtsfeuernde 7,92 mm LMG 08/15 MG
Einsatzdauer:                 1,5 Std

Quelle: Steinheimer Jahrbuch für Geschichte und Kultur 2 (1992), www.blauermax.de